Mehr als 3 Jahre nach der entscheidenden Volksabstimmung im Juni 2016 ist es nun tatsächlich so weit – der Austrittsvertrag zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich tritt mit Ablauf des heutigen Tages in Kraft! Doch was passiert nun nach dem 31.1.2020 konkret und welche Auswirkungen hat das auf uns Wirtschaftstreibende? Die wesentlichen Punkte haben wir Ihnen in unseren neuen Newsletter zusammengefasst.

 

Übergangsfrist:

Das Wichtigste gleich vorne weg: es gibt eine Übergangsphase bis zum 31.12.2020, in welcher der EU-Rechtsbestand auf das Vereinigte Königreich weiterhin anwendbar bleibt. Somit ändert sich ab morgen bis zum 31.12.2020 im Wesentlichen nicht viel.

 

Aufenthalt / Zugang zum Arbeitsmarkt

Um auch nach dem Brexit weiterhin im Vereinigten Königreich ansässig bleiben zu können, müssen sich EU-Bürgerinnen und –Bürger für das EU Settlement Scheme (EUSS) bis spätestens 30. Juni 2021 bewerben. Die Bewerbung für das EUSS ist kostenlos. Grundsätzliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist ein Wohnsitz im Vereinigten Königreich.

Auch dürfen britische Staatsbürger bis zum 31.12.2020 in Österreich weiterhin leben, arbeiten und studieren. Danach muss ein Antrag auf Bestätigung des weiteren Aufenthaltsrechts auf Basis des Austrittsabkommens gestellt werden. Dies wird bis Ende Juni 2021 möglich sein. Sollten Sie jetzt noch einen britischen Staatsbürger anstellen wollen, so ist auch das möglich, da Anstellungen bis zum Jahresende unter das Austrittsabkommen fallen.

 

Reisen:

Bis zum 31.12.2020 brauchen EU-Bürgerinnen und –Bürger KEIN VISUM für die Einreise in das Vereinigte Königreich. Selbiges gilt natürlich auch für Bürger des Vereinigten Königreiches bei Reisen in andere EU Länder. Die Personenfreizügigkeit bleibt bis zum 31.12.2020 vollständig gewahrt.

 

UID Nummer

Zumindest bis zum Jahresende ergeben sich bei Lieferungen ins Vereinigte Königreich keine Änderungen. Britische Unternehmen behalten Ihre UID und können bis zum 31.12.2020 über diese als Unternehmen identifiziert werden.

 

Warenverkehr/Zollkontrollen:

Bis zum 31.12.2020 ergeben sich hier keine Änderungen – weiterhin freier Warenverkehr zwischen den Ländern der EU und dem Vereinigten Königreich.

Zahlungsverkehr

 

Bis zum 31.12.2020 gelten auch die Regeln des freien Geldverkehrs weiter. Überweisungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich sind weiterhin unverändert möglich (SEPA-Zahlungsraum). Sollten Sie Konten bei britischen Banken besitzen, so setzen Sie sich bitte zeitgerecht mit Ihrem Betreuer in Verbindung, um über etwaige Änderungen ab 1.1.2021 rechtzeitig informiert zu sein.

 

Ab dem 1.1.2021 wird das Vereinigte Königreich zum Drittland und verlässt somit den einheitlichen Binnenmarkt und die Zollunion der EU. Wir werden Sie zur gegebenen Zeit darüber informieren, welche Konsequenzen damit verbunden sind.

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